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Augst BL / Schweiz   2005 - 2010

Im August 2005 übernahm Kaspar die Betreuung seiner Lieben an ihrem langjährigen Wohnort in Augst bei Basel. Er wurde Hausmann und gab sein Bestes als betreuender Angehöriger. Nachdem er den Haushalt in den Griff bekommen hatte, konnte er sich besser um seine Liebe kümmern, und gemeinsame Aktivitäten planen. In diesem Stadium waren ihre praktischen und emotionalen Fähigkeiten noch gut erhalten, und er konnte noch viel mit ihr unternehmen, wie z.B. Einkaufen, ins Konzert gehen, an öffentlichen Anlässe teilnehmen, wie: Fussballspiele des FC Basel, Herbstmesse, Weihnachtsmarkt, oder Fasnacht. Zu Hause entwickelte sie eine Passion für Zeichnen und Malen. Auch auf Reisen fühlte sie sich sichtlich wohl und war begeistert davon, Sehenswürdigkeiten zu entdecken, die in ihrem Hirn noch präsent waren. (New York, Paris, Dubai, Lissabon, Thailand).  Auch körperlich und emotional war sie noch gut im Schuss und konnte bis im Winter 2010 noch Langlaufen und Skifahren . . . und . . .

 

Das alles steckte noch in ihr! Das Verrückte war, dass sie für all diese Aktivitäten einen Anstoss brauchte. Von sich aus wäre sie nur tatenlos herumgesessen und hätte nicht gewusst, was sie tun sollte. Zum Glück merkte Kaspar bald, dass sie froh über jede Anregung war, und sie sich dann voller Energie und Begeisterung in eine Aktivität vertiefen konnte.

So begann er ihre Situation zunehmend als Management Aufgabe zu verstehen, um die verbleibenden Fähigkeiten mit äusserster Konsequenz zu nutzen. Durch diese kleinen Impulse konnte er mit seiner Lieben noch viele Jahre ein aktives und erfülltes Leben führen. Und es gab ihm stets ein gutes Gefühl, zu sehen, wie viele glückliche Momente sie auf diese Weie noch zusammen erleben konnten.

Medizinisch wurden sie von der Memory Clinic Basel betreut (Verlaufskontrolle und Angehörigen-Gruppe).

Fachlich erhielten sie wertvolle Unterstützung von der Schweizerische Alzheimervereinigung.

Praktische Hilfe erhielten sie von folgenden Organisationen:

Rotes Kreuz Baselland (Tagesstätte), Pro Senectute beider Basel (Gedächtnis-Training),

Mit dem unaufhaltsamen Fortschreiten der Krankheit war diese Aufgabe aber auf Dauer nicht mehr alleine zu bewältigen. Kaspar brauchte dringend Hilfe! Im Dezember 2010 attestierte die Memory Clinic Basel, dass "eine häusliche Betreuung von Frau Truninger noch knapp zumutbar/ möglich ist“.

Auf der Suche nach alternativen Pflegemöglichkeiten waren sie schon mehrmals für längere Zeit nach Thailand gereist, und hatten dabei immer wieder gute Erfahrungen gemacht. Sowohl in Bezug auf den respektvollen Umgang der Thais mit älteren und behinderten Menschen, als auch auf das angenehme Klima und die guten Lebensbedingungen. Deshalb sind sie im  Januar 2011 nach Thailand ausgewandert.

Ban Sabaai Dschai

Thérèse & Kaspar Truninger

Rayong / 21160 THAILAND

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© 2014 by Kaspar Truninger

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